Kostenlose PR-Portale: Die Alternative zum gepflegten Verteiler?

 

Endlich gibt es ihn: Den Praxistest zur Reichweite kostenloser Presseportale. Etwas unfreiwillig zwar, aber doch sehr aussagekräftig. Worum geht es?

Vor einigen Wochen wurde per Pressemitteilung mitgeteilt, dass ein Unternehmen erfolgreich verkauft wurde. Mit Nennung des neuen – in der Branche nicht unbekannten – Geschäftsführers und allem, was dazu gehört. Handwerklich eine gute Arbeit. Veröffentlicht in 10 kostenlosen Presseportalen – und in keiner einzigen Fachzeitung. Da wurde wohl am Verteiler gespart.

Macht nichts, da die gute alte Pressemitteilung in Zeiten des Social Web sowieso andere Wege geht? Irrtum. Denn auch die digitale Reaktion auf die Meldung mehr als mau: Ein Tweet, ein Facebook-Eintrag. Von Portalen, die bei der Einstellung berücksichtigt wurden. Retweets? Likes? Nö. Wahrnehmung bei den Fachjournalisten? Auf den Facebook-Seiten der einschlägigen Logistikmedien? Nein und nochmals nein – obwohl die Fachjournalisten auf den Kanälen unterwegs sind und dort recherchieren.

Auch die Journalisten, die die Meldung als „automatische Benachrichtigung“ in ihrem E-Mail-Account fanden – ein Services einer dieser Presseportale – reagierten nicht. Entweder, weil es eben doch nicht die versprochenen relevanten Journalisten sind. Oder aber weil die News in der Mail mit XX weiteren Meldungen untergegangen ist.

Was sagt uns das? Kostenlose Presseportale wie firmenpresse.de oder openpr.de mögen für verschiedene Branchen ihre Berechtigung haben. Logistik-Dienstleister sind mit ihnen nicht gut beraten. Sie erreichen damit auch keine höhere Reichweite bei Google. Denn Google betrachtet die kostenlosen Portale als Spam-Verteiler. Darauf weist Niclas Hagen weist in seinem Beitrag „Die 10 wichtigsten kostenlosen Presseportale“ (Link: http://www.starting-up.de/marketing/pr-arbeit/die-10-wichtigsten-kostenlosen-presseportale.html) hin. Als Konsequenz wirkt sich die Veröffentlichung dort also negativ auf die Sichtbarkeit aus.

Wer Unternehmensnachrichten möglichst unbemerkt veröffentlichen will, ist bei den großen kostenlosen Presseportalen also richtig. Für alle anderen gilt: Investieren Sie in einen personalisierten Verteiler, der die für Sie relevanten Journalisten enthält und deren thematischen Schwerpunkte berücksichtigt. Dann werden Sie nicht nur von den Medien wahrgenommen, sondern bei guter Pressearbeit auch von deren Lesern – möglicherweise Ihren (künftigen) Kunden und Mitarbeitern.

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