CSR-Bericht als Chance für Mittelständler

 

Umweltmanagement, CO2-Verbrauch und Stakeholder-Kommunikation: Dies sind nur einige der Themen, die Unternehmen in ihrem Nachhaltigkeitsbericht offenlegen sollten. Und mit denen sie sich kommunikativ spätestens jetzt intensiver als in den Jahren zuvor auseinandersetzen sollten. Denn ab Ende 2016 wird die CSR-Berichterstattung für Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern unter bestimmten Voraussetzungen Pflicht. Dies legt die EU-Richtlinie 2014/95/EU fest.

Von der Neuerung betroffen sind rund 6.000 Unternehmen, darunter auch Logistik-Dienstleister. Für viele mittelständische Unternehmen wird sich jedoch zunächst nichts ändern – zumindest rechtlich gesehen. Dies kann sich jedoch bald ändern: Zum einen wird erwartet, dass die CSR-Berichterstattungspflicht künftig für Unternehmen mit 250 Mitarbeitern gilt. Zum anderen wird immer häufiger auch im Rahmen von Ausschreibungen ein Nachhaltigkeitsbericht erwartet – auch von kleineren Unternehmen.

Bleibt also die Frage: Wie erstelle ich einen CSR-Report? Worauf gilt es zu achten, um die Anforderungen der EU einzuhalten? Und gleichzeitig dem Wettbewerb nicht zu viel zu verraten. Denn seien wir ehrlich: Freiwillig in die Karten schauen lassen wollen wir uns alle doch nur, wenn wir gute Nachrichten zu vermelden haben. Oder?

Inhaltlich sollten folgende Themen abgedeckt werden:

  • Strategie und Profil des Unternehmens
  • Managementansatz: Wie geht das Unternehmen an Themen heran? Wie lässt sich die Leistung in einem übergreifenden Management-Zusammenhang einordnen?
  • Leistungsindikatoren: vergleichbare Daten zur ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen/sozialen Leistung des Unternehmens.

Dies sehen die Richtlinien der Global Reporting Initiative vor, die Ihnen Hilfestellung bei der Erstellung Ihres Nachhaltigkeitsberichts bieten. Neben dem UN Global Compact, der ISO 26000 und dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex sind sie ein zuverlässiges und vor allem anerkanntes Instrument.

Auch der Leitfaden der GRI (Link: https://www.globalreporting.org/resourcelibrary/GRI-G3-German-Reporting-Guidelines.pdf) gibt hilfreiche Tipps.

Übrigens: Wie Sie die Daten aufbereiten – ob mit oder ohne Grafiken, mit viel oder wenig Text – dies liegt in Ihrer Hand. Die Arbeit, die Sie in den Nachhaltigkeitsbericht legen, lohnt sich auf jeden Fall. Schließlich vereint er alle Argumente, die Sie bei Ausschreibungen, aber auch bei Verhandlungen um neue Standorte, Finanzierungsmodelle u.v.m. benötigen.

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