Weihnachtsnachlese

Nun schneit es die dicken Flocken, die an Heiligabend fehlten – und der Blick nach draußen mutet weihnachtlich an. Ein guter Moment, um einen Bick zurückzuwerfen auf die Weihnachtspost, mit der ich das Büro dekoriert habe. Ich weiß, sie muss jetzt raus. Aber noch einmal gleiten die Unikate durch meine Finger.

Wie war 2016 die Auslese der Weihnachtspost, mit der Kunden und Geschäftspartner beglückt wurden? Ich habe dazu auch meine Kollegen von LogPR gefragt. Der allgemeine Eindruck: Immer weniger Weihnachtskarten liegen im Briefkasten. Dafür steigt die Zahl der online verschickten Grüße zum Fest. Das Ergebnis überrascht nicht. Interessanter ist die Schlussfolgerung. Der Wert der traditionellen Karte steigt. Immer weniger Empfänger können ihr Büro damit schmücken.

Denn klar wurde bei der kleinen Umfrage auch: Weihnachtsmails werden im besten Fall gelesen, wenn der Empfänger einen persönlichen Bezug zu dem Ansprechpartner hat. Ausgedruckt und aufgehängt werden die e-Mails nicht. Allgemeine Grüße von Firmen, bei denen man keinen persönlichen Bezug zum Empfänger hat, werden ungelesen gelöscht und zudem noch als Spam empfunden. Es lohnt sich also, einen persönlichen Verteiler zu erstellen.

Näher will ich die gedruckten Werke betrachten, die in diesem Jahr das LogPR-Netzwerk erreichten und Einiges herauspicken, was Anregungen gibt oder einfach Spaß machte.

  1. Zeit ist das größte Geschenk und zählt mehr als das beste Design. Am besten kamen bei den LogPR‘lern Karten mit persönlichen Zeilen an. Eine Karte an meine Kollegin enthielt sogar einen Auftrag – ein schönes Weihnachtsgeschenk.
  2. Im Trend: Symbole der Logistikbranche in das Weihnachtsdekor zu schummeln. Da werden Flugzeug, LKW und Bahn dann mit Geschenken, Schneemännern, Tannenbäumen und Schaukelpferden zu einem Gesamtkunstwerk miteinander verbunden.
  3. Poetisch: Gedichte und Verse passen gut in die Weihnachtszeit. In manch einem Versender schlummert gar ein verborgenes Talent. Weihnachten ist die Gelegenheit, seinen dichterischen Fähigkeiten freien Lauf zu lassen.
  4. Logos in den Hintergrund: Auf dem Großteil der Karten ist das Logo auf der Titelseite versteckt oder gar nicht zu erkennen. Welche Firma hinter der Karte steckt, zeigt sich oft erst im Innenteil.
  5. Gelungen verknüpft: Mancher schafft es, den Bogen zwischen der Logistik und Weihnachten zu spannen. Auf der Karte von Still ist beispielsweise ein Miniatur-Gabelstapler abgebildet, der eine Nuss auf der Ladefläche eingeklemmt hat. Dazu der Text: „Wir knacken nicht nur Ihre logistischen Herausforderungen.“ Solch ein Nussknacker würde sich auch in meinem Büro gut machen. Oder ein Umzugslogistiker hat auf seiner Karte inmitten des Umzugsgutes Weihnachtsbaum, Adventskranz und Geschenke platziert.
  6. Fotos: Das eigene Team auf der Karte abzubilden, schafft persönliche Nähe. Eine gelungene Karte hat mich in Form eines Stammbaums erreicht, auf dem jeder Mitarbeiter in einem Bilderrahmen gezeigt wird. Die Rahmung spiegelt auch die Wertschätzung für den einzelnen Mitarbeiter wider – gefällt mir.
  7. Soziales Engagement: Viele Firmen bringen in der Weihnachtspost einen Hinweis auf ihr soziales Engagement zum Fest. Besonders berührt hat mich die Karte meiner Kollegin, in der sie sich an ihr erstes Buch erinnert und beschreibt, welche Faszination für das Lesen damit bei ihr entfacht wurde. Diese persönliche Erfahrung verbindet sie mit dem Hinweis ihrer Spende an die „Stiftung Lesen“ - sehr persönlich und authentisch.

Damit will ich die kleine Blattkritik der LogPR-Weihnachtspost abschließen. Der Weihnachtsbaum ist schon aus dem Haus geschafft. Die Weihnachtskarten müssen folgen. Der gute Vorsatz bleibt: Wenn ich in diesem Jahr den ersten Lebkuchen im Supermarkt entdecke, gehe ich das Thema „Weihnachten“ an und zwar mit den guten Anregungen aus 2016 und einem Brainstorming, mindestens bis die Packung mit meinen Lieblingslebkuchen leer ist.

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