Weihnachtsgrüße – wer rechtzeitig schreibt, bleibt haften

Heute habe ich endlich meine Lieblingslebkuchen ergattert. Deren Unterseite besteht aus Schokolade statt aus Oblaten. Mit diesem Genuss und Geruch startet für mich die Vorweihnachtszeit. Und zwar immer erst zum 1. Advent und nicht schon Ende August. Aber jetzt habe ich eine gute Ausrede gefunden, mich schon vorher in Weihnachtsstimmung zu bringen. Ich lade Sie ein, sich mit mir ein paar Gedanken über Weihnachtskommunikation zu machen. Sind Weihnachtsgrüße an geschäftliche Kontakte noch zeitgemäß und was kommt gut an? Eins vor weg: Richtig oder Falsch gibt es in diesem Fall nicht.

Ein Weihnachtsgruß ist immer mit einer Chance verbunden. Denn jeder Teilnehmer der Arbeitswelt – egal ob Kurierfahrer, Abteilungsleiter oder Geschäftsführer – ist auch immer einfach Mensch und freut sich über einen persönlichen Gruß. Und anders als die Werbesendung, landet die Weihnachtspost bei den meisten von uns nicht direkt im Papierkorb. Dabei ist das gedruckte Wort klar im Vorteil: Weihnachtskarten werden in vielen Büros gehandelt wie kleine Trophäen. Sie werden herumgereicht, originelle Exemplare sind Gesprächsthema, die Karten werden auf Fensterbänken und Schreibtischen ausgestellt. Und da stehen sie dann bis – ja mindestens nach Weihnachten. Einige schaffen es sogar ins neue Jahr.

Früh dran sein lohnt sich also. Ein Weihnachtgruß, der am 25.11.2016 auf dem Schreibtisch liegt, hat also eine Verweildauer von über einem Monat – und die Chance, dass täglich der Blick darauf haften bleibt.

Welche Intention der Einzelne hat, zu diesem Anlass Kontakt aufzunehmen, kann sehr unterschiedlich sein. Eine Möglichkeit ist es, einfach Danke zu sagen – für die gute Mitarbeit, die bereichernde Geschäftsbeziehung, einen wertvollen Tipp und vieles mehr. Außerdem ist es eine Gelegenheit, sich positiv Erinnerung zu rufen. Vielleicht gab es interessante Kontakte, die nicht weiterverfolgt wurden, potenzielle Kunden oder Netzwerke, die sich aufgrund des ambitionierten Alltags nicht pflegen ließen. Weihnachten ist auch ein idealer Zeitpunkt, Dinge wieder gerade zu rücken. Nicht alles läuft glatt und Fehler passieren: Warum nicht einfach mal zum Stift greifen und einen Neuanfang wagen. Seien Sie sicher, Ihre Post wird geöffnet. Ich kenne kaum jemand, der seine Weihnachtspost ungelesen lässt.

Und wie sieht eine gut gestaltete Weihnachtspost aus? Auch das hängt vom persönlichen Geschmack ab. Manche Firmen gestalten den Gruß wie eine Anzeige. Logo, Slogan und Dienstleistung sind klar erkennbar. Manche verbinden die Branche oder ihr Unternehmen mit einer originellen Idee. Beliebt ist aber auch das genaue Gegenteil. Viele greifen bewusst auf neutral gestaltete Karten zurück, manchmal sogar mit einer gemeinnützigen Idee verbunden. Ein prominentes Beispiel sind die Unicef- Karten.
Also was tun? Im Falle der Weihnachtspost, halte ich es wie Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

So, die Lebkuchen sind vernascht. Und sollten Sie außer meinem Beitrag, weitere Inspiration benötigen, sich dem Thema Weihnachtskommunikation zu öffnen, empfehle ich dazu das Naschen Ihrer Lieblingskekssorte.

1 Antwort

  1. Die Idee kommt im September. Das Scribble dazu sinkt zwischen Oktober und November immer tiefer in den Stapel der “Mach-ich-wenn-ich Zeit-habe”. JETZT bricht Panik aus.

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